erwarten

Worttrennung: er|war|ten

 

Beispiele:

Agnes sieht dem als gewiss vorausgesetzten Eintreffen einer Person oder Sache mit einer gewissen Spannung entgegen.

Agnes hält es für wahrscheinlich.

Agnes rechnet mit etwas.

Agnes erhofft sich etwas.

Agnes verspricht sich etwas.

 

Die schlägt die Fensterläden auf und lässt den frischen Wind in die Küche. Kartoffeln und Tee aufstellen. Tee für das Frühstück. Kartoffeln für das Mittagessen, nach der Feldarbeit am Vormittag. Alles schläft noch. Alles ist noch ruhig. Sogar die Hühner sitzen noch auf ihren Stangen. Nur die Katze macht sich bereits bemerkbar und fordert ihre Streicheleinheiten. Gefressen hat sie die letzten Tage bereits mehr als genug. Aber verdauen lässt es sich bei schnurrendem Magen besser. Agnes führt ihre Hand vorsichtig vom Kopf, über den Bauch der Katze bis hin zum Schwanz. Ganz langsam und immer den Haarspitzen des Katzenfells entlang. Es klopft an der Haustüre und die Nachbarin grüßt. Agnes bittet sie herein und gießt das Teewasser auf. Sie wisse sich keinen Rat mehr. Sie sei schon wieder schwanger. Das dritte Mal. Im dritten Ehejahr. Agnes nimmt zwei Tassen aus dem Schrank, stellt den Honig auf den Tisch und gießt ihnen Tee ein. Sie nimmt die Hände der Nachbarin in ihre Hände. „Ich auch. Wenns auch erst das erste ist.“ Die Nachbarin will ihr gratulieren. Aber ihr stehen die Tränen in den Augen. „Du Arme. Dann werden da noch einige kommen.“ Agnes hatte sich gefreut, als sie es bemerkt hatte. Sie hatte sich ehrlich gefreut. Aber vielleicht würde es bei dem einen bleiben. Sie würde einfach nachher länger warten. Aufmerksam sein. Sie würde das Schaffen. Agnes nimmt die Hände der Nachbarin in ihre Hände und lächelt ihr zu. „Wir werden das Schaffen. Gemeinsam.“ – Wenn sie doch nur wollen würde, entgegnete die Nachbarin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*